Kein weiterer Donaupolder im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen!

Hochwasserschutz ist mit Blick auf die immer häufiger auftretenden Extremwetterlagen eine zentrale Zukunftsaufgabe. Dabei soll möglichst auf kleinteilige Verbesserungen gesetzt werden, die auch bei kleineren Hochwasserereignissen ihre Wirkung entfalten können. Ein weiterer Polder bei Bertoldsheim ist klar abzulehnen. Sowohl die nördliche Variante, wie auch die Planungsvariante südlich der Donau würde Bürger treffen, die ihren Teil zum überregionalen Hochwasserschutz schon beigetragen haben. „Hier geht es einfach auch um Fairness“, so Landtagskandidat Matthias Enghuber. Es könne nicht sein, dass eine Gemeinde in Sachen Hochwasserschutz doppelt belastet wird. Im Gespräch mit den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden Michael Böhm (Burgheim) und Georg Hirschbeck (Rennertshofen) erörterte Matthias Enghuber Möglichkeiten zur Verbesserung des regionalen und überregionalen Hochwasserschutzes. Die Donauanrainer im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen haben gezeigt, dass sie sich nicht wegducken, sondern ihren Beitrag leisten. Die Gemeinden Rennertshofen und Burgheim haben bereits großes Engagement bewiesen: Im Rennertshofener Ortsteil Riedensheim ist ein Flutpolder im Bau, der ohne Proteste aus der Bevölkerung realisiert werden konnte. Gleichzeitig bildet die „Stepperger Enge“ einen natürlichen Rückhalt für die Hochwassermassen. Der Ortsteil am Antoniberg muss daher künftig wirksamer vor Hochwasserereignissen geschützt werden. Südlich der Donau ist die Absiedelung des Burgheimer Ortsteils Moos weiter im Gange, wodurch der ausufernden Donau natürlicher Retentionsraum gegeben wird. Als positive Maßnahme für Mensch und Natur haben sich die regelmäßigen Auwaldflutungen bei Grünau erwiesen, die auch im Hochwasserfall im Stande sind, Spitzen abzufangen.

2018-08-27T11:57:37+00:0021.08.2018|