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Taktverdichtung Agilis IN-ND

Neuburg. Die anhaltenden Bemühungen der Politik und Verbände zeigen Wirkung: Zum 15. Dezember tritt ein neuer Fahrplan der Agilis in Kraft, der in den Abendstunden eine zusätzliche Verbindung von Ingolstadt nach Ulm über Neuburg vorsieht.

Als „Erleichterung für alle Bahnreisenden auf dieser Strecke“ bezeichnet der Landtagsabgeordnete Matthias Enghuber (CSU) den angekündigten neuen Fahrplan der Agilis für die Verbindung Ingolstadt-Ulm. Die bedeutendste Neuerung: In den Abendstunden fährt zwischen 19:00 Uhr und 21:00 Uhr ein zusätzlicher Zug von Ingolstadt nach Ulm. Dieser hält auch in Weichering, Rohrenfels, Neuburg, Unterhausen, Straß-Moos und Burgheim. Bisher betrug die Wartezeit montags bis freitags nach der Verbindung um 19:08 Uhr fast 100 Minuten bis zum nächsten Anschluss nach Neuburg um 20:47 Uhr. Nun wird es um 20:01 Uhr eine zusätzliche Verbindung nach Neuburg geben. „Das hat den Vorteil, dass die Pendler aus München nicht mehr so lange warten müssen, wenn der ICE nach Ingolstadt einmal Verspätung hat und sie deswegen den Zug um 19:08 Uhr nicht mehr erreichen. Die Wartezeit bis zum nächsten Anschluss ist jetzt deutlich verkürzt“, so Enghuber. Er sieht auch einen Vorteil für diejenigen Arbeitnehmer, deren Arbeitstag oft nicht vorhersehbar ist und die abends länger als geplant im Büro bleiben müssen. „Ich erhoffe mir, dass viele, die bisher von der langen Wartezeit am Abend abgeschreckt wurden, jetzt auf die Schiene umsteigen“, so der CSU-Politiker.

Natürlich ist die Taktverdichtung nicht allein auf Enghubers Bemühungen zurückzuführen: So bedankt er sich bei Agilis, die diese Verbindung möglich gemacht haben. Auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Reinhard Brandl und der bayerische Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart haben an diesem Projekt mitgewirkt. Schon seit vielen Monaten sind die Politiker untereinander im Austausch. Das liegt nicht zuletzt an der von Agilis geschaffenen Mobilitätskonferenz, die im Februar dieses Jahres erstmals stattfand. Hier konnten alle relevanten Akteure ins Gespräch kommen und wichtige Arbeitskontakte knüpfen.

„Auch die Anstrengungen des Fahrgastverbandes ProBahn sollen hier nicht unerwähnt bleiben. Sie setzen sich unermüdlich für die Belange der Fahrgäste ein und hatten auch an diesem Erfolg ihren Anteil“, so Enghuber. Es war jedoch eine Gruppe von Pendlern, die die langen Wartezeiten in Ingolstadt als erste auf die Agenda des damals frisch gewählten Mandatsträgers gebracht haben. Unter der Führung von Anette Lenz, der Vizepräsidentin des Landesamtes für Asyl und Rückführung, hatten sie sich an Enghuber, die Agilis und weitere Akteure gewandt. „Ein erster Schritt zur Verbesserung der öffentlichen Verkehrsmittel in der Region ist gemacht. Jetzt heißt es dranbleiben“, fasst der Abgeordnete die Geschehnisse zusammen.